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Computer Games aus Deutschland – ein verschlafener Trend?

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Vor ein paar Tagen fand die Gamescom, die weltgrößte Messe für Videospiele, statt. Wieder strömten hunderttausende Besucher in die Kölner Messehallen. Dass diese Messe dabei ausgerechnet in Deutschland stattfindet, erscheint angesichts des Mangels deutscher Entwicklerstudios beinahe paradox. Denn deutsche Brettspiele gelten zwar spätestens seit „Die Siedler von Catan“ als Exportschlager, die deutsche digitale Spieleindustrie hingegen bleibt eine Nischenbranche.

Computer Games – ein Milliardengeschäft

Während die deutsche Industrie nun im dritten Jahr in Folge darauf zusteuert, Exportweltmeister zu werden, könnte es um die deutsche Spieleindustrie kaum schlechter stehen. Obwohl Deutschland mit einem Umsatz von ca. 3,4 Milliarden Euro im Jahr 2017 der weltweit drittgrößte Markt für Videospiele ist, landen davon gerade einmal 5,4 % in den Bilanzen deutscher Computerspieleentwickler. Doch woran liegt dieses Ungleichgewicht? Bei Umsätzen dieser Größenordnung und über 34 Millionen deutschen Gamern/innen kann man wohl kaum mangelndes Interesse seitens der Konsumenten/innen dafür verantwortlich machen.

Dass Deutschland durchaus in der Lage ist, der Welt gute Unterhaltungsprodukte in Form von Spielen zu liefern, zeigt der Erfolg deutscher Brettspiele. Nicht nur gelten sie als Vorbild für internationale Produktionen, auch ihr finanzieller Erfolg ist beachtenswert. „Die Siedler von Catan“ zum Beispiel ist mit 22 Millionen verkauften Einheiten eines der erfolgreichsten Brettspiele überhaupt.

Die Digitalisierung der Spieleindustrie in Deutschland 

Doch wie in anderen Sektoren der deutschen Wirtschaft hängt die Digitalisierung der Spieleindustrie massiv hinterher. Trotz der jahrzehntelangen Tradition deutscher Brettspiele ist es nicht gelungen, den IT-Standort Deutschland auch für die Spieleindustrie interessant zu gestalten. Wer heute Karriere in der Computerspielebranche machen möchte, geht daher lieber ins Ausland. Dazu muss man nicht einmal weit fahren. Unsere nächsten Nachbarn wie Frankreich, die Niederlande oder Polen zeigen, wie richtige Förderung und Investitionen Studios hervorbringen können, die international nicht nur bei Kritikern gefeiert werden, sondern auch kommerziell äußerst erfolgreich sind.

Die deutsche Politik hat die Entwicklung der Spieleindustrie dagegen eher stiefmütterlich behandelt bzw. aktiv behindert. Dass Computerspiele als Kulturgut gelten, ist eine Errungenschaft der letzten Jahre. Vorher waren Games deutschen Politikern allenfalls als „Killerspiele“ bekannt. An Fördergelder für die Produktion dieser Unterhaltungsprodukte war erst gar nicht zu denken. So führten Ressentiments und fehlende Investitionsbereitschaft zu der mangelhaften Situation der deutschen Computerspieleindustrie.

Im vergangenen Jahr wurden seitens der Politik Fördergelder in Höhe von 50 Millionen Euro versprochen. Es zeichnet sich also ab, dass ein Umdenken stattfindet und der Gamingbranche in Deutschland zukünftig mehr Aufmerksamkeit geschenkt wird. In den nächsten Jahren könnte die deutsche Spieleindustrie also einiges an Aufwind erleben, auch weil internationale Publisher das Potenzial erkennen und neue Studios in Deutschland gründen. Nebenbei existiert inzwischen eine ganze Generation junger Leute, die mit Computerspielen aufgewachsen sind und die nur zu gern ihr Hobby zum Beruf machen würden.

Wirtschaftsinformatik als Sprungbrett in die Spieleindustrie

Wie bereits erwähnt, suchen junge deutsche Spieleentwickler/innen ihr Glück eher bei prestigeträchtigen Studios im Ausland. Zurzeit beschäftigen deutsche Entwicklerstudios gerade einmal 12.000 Menschen. Für Nachwuchs ist also jede Menge Platz. Dabei ist es wichtig den Nachwuchs umfassend auszubilden. Die Entwicklung eines modernen Computerspiels ist ein hochkomplexes Unterfangen. Heutzutage reicht es nicht mehr aus, ein kleines Team von Programmierern/innen und Grafikern/innen zu beschäftigen.

Junge Talente, die Computerspiele entwickeln möchten, benötigen tiefgreifende Kenntnisse, wie digitale Unternehmen zu führen sind und wie digitale Produkte vermarktet werden. Außerdem wird der Community-Aspekt, durch Phänomene wie Let's Play-Videos und Spielestreaming, immer wichtiger. Nur wer versteht, Soziale Medien für sich zu nutzen und eine Community um sein Spiel herum aufzubauen, kann in der heutigen Branche Erfolg haben.

Der Virtuelle Weiterbildungsstudiengang Wirtschaftsinformatik (VAWi) ist daher das ideale Sprungbrett für eine Karriere in der Gamingindustrie. Studierende können in unterschiedlichen Modulen lernen, wie digitale Unternehmen gegründet werden, wie E-Communities aufgebaut werden und wie durch digitales Marketing Millionen von Kunden erreicht werden können.

In Modulen wie z.B. Medieninformatik lernen Studierende darüber hinaus die Kernkompetenzen digitaler Audio- und Grafikproduktion. So vermittelt ein Wirtschaftsinformatik-Studiengang wie VAWi ein möglichst großes Repertoire an Fachwissen, um junge, ambitionierte Talente bestmöglich auf eine Karriere in der Computerspieleindustrie vorzubereiten.



© www.vawi.de   Donnerstag, 30. August 2018 11:34 vawi
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