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Wie verändert KI den Beruf des Wirtschaftsinformatikers?

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Warum Künstliche Intelligenz Wirtschaftsinformatiker nicht ersetzt – sondern ihre Rolle wichtiger macht

Künstliche Intelligenz verändert Unternehmen schneller als jede andere Technologie der vergangenen Jahrzehnte. ChatGPT, Copilot, Claude und zahlreiche spezialisierte KI-Anwendungen unterstützen bereits heute bei der Softwareentwicklung, Datenanalyse und Automatisierung von Geschäftsprozessen. Doch was bedeutet diese Entwicklung für Wirtschaftsinformatikerinnen und Wirtschaftsinformatiker? Werden ihre Aufgaben durch KI ersetzt – oder entstehen gerade jetzt neue Karrierechancen?

Wirtschaftsinformatikerin arbeitet mit Laptop und visualisierten KI- und Datenanalyse-Elementen in einer modernen digitalen Arbeitsumgebung.

Die Antwort ist eindeutig: Künstliche Intelligenz verändert den Beruf des Wirtschaftsinformatikers grundlegend – sie macht ihn aber nicht überflüssig. Im Gegenteil: Die Fähigkeit, wirtschaftliche Anforderungen mit modernen IT-Technologien zu verbinden, wird in den kommenden Jahren wichtiger denn je.

Warum KI gerade jetzt die Wirtschaftsinformatik verändert

Wirtschaftsinformatik verbindet zwei Welten: die betriebswirtschaftlichen Ziele eines Unternehmens und deren technische Umsetzung. Genau an dieser Schnittstelle entfaltet Künstliche Intelligenz ihre größte Wirkung.

Während KI heute bereits Texte schreibt, Programme entwickelt oder Daten analysiert, müssen Unternehmen weiterhin entscheiden:

  • Welche Prozesse eignen sich überhaupt für KI?
  • Welche Daten dürfen verwendet werden?
  • Wo liegen wirtschaftliche Vorteile?
  • Welche Risiken entstehen?
  • Wie lassen sich Mitarbeitende sinnvoll einbinden?

Diese Fragen kann keine KI allein beantworten. Sie benötigen Menschen, die sowohl die Unternehmensperspektive als auch die technischen Möglichkeiten verstehen. Genau das ist die Kernkompetenz der Wirtschaftsinformatik.

Ersetzt KI Wirtschaftsinformatiker?

Diese Frage wird häufig gestellt. Die kurze Antwort lautet: Nein. KI ersetzt keine Wirtschaftsinformatiker – sie übernimmt einzelne Aufgaben. Ähnlich wie Tabellenkalkulationen früher Buchhalter nicht ersetzt haben, sondern deren Arbeitsweise verändert haben, verändert KI heute den Berufsalltag der Wirtschaftsinformatik. Routinearbeiten werden schneller erledigt. Dafür gewinnen strategische und kommunikative Aufgaben deutlich an Bedeutung.

Welche Aufgaben übernimmt KI bereits heute?

Moderne KI-Systeme können beispielsweise unterstützen bei:

  • Erstellung technischer Dokumentationen
  • Entwicklung von Software-Prototypen
  • Code-Vorschlägen und Code-Reviews
  • Analyse großer Datenmengen
  • Zusammenfassung umfangreicher Dokumente
  • Testautomatisierung
  • Wissensmanagement
  • Erstellung von Präsentationen
  • Recherche technischer Informationen
Dadurch sparen Unternehmen Zeit und Kosten. Doch jede dieser Aufgaben muss weiterhin fachlich bewertet und in den Unternehmenskontext eingeordnet werden.

Welche Aufgaben bleiben beim Menschen?

Hier zeigt sich die eigentliche Stärke von Wirtschaftsinformatikern. Sie übernehmen Aufgaben, die sich nicht einfach automatisieren lassen:

  • Anforderungen mit Fachabteilungen erarbeiten
  • Geschäftsprozesse analysieren
  • Digitalisierung strategisch planen
  • IT-Projekte koordinieren
  • Wirtschaftlichkeit bewerten
  • Datenschutz und Compliance berücksichtigen
  • Verschiedene Interessengruppen zusammenbringen
  • Veränderungen im Unternehmen begleiten
Gerade diese Fähigkeiten gewinnen durch KI erheblich an Bedeutung.

KI macht Soft Skills wichtiger

Über viele Jahre standen technische Fähigkeiten im Vordergrund. Heute suchen Unternehmen zunehmend Menschen, die zusätzlich:

  • komplexe Sachverhalte verständlich erklären,
  • zwischen Management und IT vermitteln,
  • Projekte moderieren,
  • Veränderungen begleiten und
  • strategische Entscheidungen vorbereiten.
Denn je leistungsfähiger KI wird, desto wichtiger wird die Fähigkeit, ihre Ergebnisse kritisch zu hinterfragen.

Programmieren bleibt wichtig – aber anders

Viele Studieninteressierte fragen sich: "Muss ich in Zukunft überhaupt noch programmieren lernen?" Ja. Allerdings verändert sich die Art des Programmierens. Früher wurde nahezu jede Codezeile selbst geschrieben. Heute erstellen KI-Systeme oft bereits funktionierenden Quellcode. Dadurch verschiebt sich der Fokus auf:

  • Softwarearchitektur
  • Qualitätskontrolle
  • Sicherheit
  • Testen
  • Verständnis komplexer Systeme
  • Bewertung von KI-generiertem Code
Wer die Grundlagen der Softwareentwicklung versteht, kann KI deutlich effektiver einsetzen.

Daten werden zum entscheidenden Wettbewerbsvorteil

Eine KI ist nur so gut wie ihre Daten. Deshalb gewinnen Themen wie

  • Data Analytics,
  • Business Intelligence,
  • Stammdatenmanagement,
  • Data Governance,
  • Data Quality und Business Process Management
massiv an Bedeutung. Unternehmen benötigen Fachkräfte, die Daten nicht nur sammeln, sondern daraus wirtschaftlich sinnvolle Entscheidungen ableiten können.

KI verändert Geschäftsprozesse stärker als Software

Die spannendsten Veränderungen entstehen häufig gar nicht in der IT-Abteilung. Sie entstehen in den Geschäftsprozessen. Beispiele:

  • Ein Kundenservice nutzt KI zur Beantwortung einfacher Anfragen.
  • Ein Krankenhaus automatisiert die Dokumentation.
  • Eine Bank analysiert Risiken mithilfe intelligenter Modelle.
  • Ein Produktionsunternehmen sagt Maschinenfehler frühzeitig voraus.
  • Eine Hochschule unterstützt Studierende durch intelligente Assistenzsysteme.
In all diesen Fällen müssen Prozesse neu gestaltet werden. Das ist klassische Wirtschaftsinformatik.

Neue Berufsbilder durch KI

Mit der zunehmenden Digitalisierung entstehen neue Karrierewege. Besonders gefragt sind beispielsweise:

  • Business Analyst
  • IT-Consultant
  • Product Owner
  • Digital Transformation Manager
  • Enterprise Architect
  • Data Analyst
  • Data Scientist
  • Process-Mining-Experte
  • KI-Projektmanager
  • Solution Architect
Allen gemeinsam ist die Fähigkeit, wirtschaftliche Fragestellungen mithilfe moderner Informationstechnologien zu lösen.

Welche Kompetenzen Unternehmen künftig erwarten

Arbeitgeber suchen zunehmend Fachkräfte mit einer Kombination aus:

Technische Kompetenzen

  • Künstliche Intelligenz
  • Datenanalyse
  • Cloud-Technologien
  • Softwareentwicklung
  • IT-Architekturen
  • Cybersecurity
  • Prozessmodellierung

Wirtschaftliche Kompetenzen

  • Projektmanagement
  • Geschäftsprozessmanagement
  • Unternehmensführung
  • Controlling
  • Innovationsmanagement

Persönliche Kompetenzen

  • Kommunikationsfähigkeit
  • Analytisches Denken
  • Problemlösung
  • Teamarbeit
  • Veränderungsmanagement
  • Lebenslanges Lernen
Gerade diese Kombination macht Wirtschaftsinformatiker auf dem Arbeitsmarkt besonders gefragt.

Warum lebenslanges Lernen immer wichtiger wird

Die Entwicklung im Bereich der Künstlichen Intelligenz verläuft rasant. Werkzeuge verändern sich innerhalb weniger Monate. Neue Modelle entstehen beinahe wöchentlich. Deshalb wird kontinuierliche Weiterbildung zu einem festen Bestandteil des Berufs. Dabei geht es nicht darum, jede neue KI sofort zu beherrschen. Entscheidend ist vielmehr das Verständnis der zugrunde liegenden Konzepte sowie die Fähigkeit, neue Technologien kritisch zu bewerten und sinnvoll einzusetzen.

Welche Rolle spielt ein Masterstudium?

Viele Berufstätige stehen irgendwann vor der Frage, wie sie ihre Kenntnisse systematisch erweitern können. Ein weiterbildender Masterstudiengang bietet die Möglichkeit,

  • wissenschaftliche Grundlagen zu vertiefen,
  • aktuelle Entwicklungen wie Künstliche Intelligenz oder Data Analytics einzuordnen,
  • Methoden des IT- und Prozessmanagements kennenzulernen und
  • das eigene berufliche Profil gezielt weiterzuentwickeln.
Gerade berufsbegleitende Studiengänge ermöglichen es, neue Inhalte direkt im eigenen Unternehmen anzuwenden.

Fazit: KI macht Wirtschaftsinformatiker unverzichtbar

Künstliche Intelligenz wird die Arbeitswelt nachhaltig verändern. Routineaufgaben werden zunehmend automatisiert. Gleichzeitig wächst der Bedarf an Fachkräften, die technologische Möglichkeiten mit wirtschaftlichen Zielen verbinden können.

Genau darin liegt seit jeher die Stärke der Wirtschaftsinformatik. Wer Prozesse versteht, Daten sinnvoll nutzt, moderne Technologien bewertet und Veränderungen im Unternehmen gestaltet, wird auch in einer KI-geprägten Zukunft hervorragende Karrierechancen haben.

Nicht die KI ersetzt den Wirtschaftsinformatiker. Wirtschaftsinformatiker, die KI sinnvoll einsetzen können, werden diejenigen ersetzen, die sie ignorieren.

FAQ

Wird KI Wirtschaftsinformatiker ersetzen?

Nein. KI automatisiert einzelne Aufgaben, ersetzt jedoch weder strategisches Denken noch Projektmanagement oder die Kommunikation zwischen Fachbereichen und IT.

Ist Wirtschaftsinformatik wegen KI noch zukunftssicher?

Ja. Gerade die Verbindung von IT, Wirtschaft und Digitalisierung wird durch KI noch wichtiger.

Welche KI-Kenntnisse sollten Wirtschaftsinformatiker besitzen?

Ein grundlegendes Verständnis von Large Language Models, Datenanalyse, Prompting, Datenschutz, Automatisierung und Geschäftsprozessanalyse wird zunehmend erwartet.

Lohnt sich ein Master in Wirtschaftsinformatik noch?

Für viele Berufstätige ja. Ein Master kann helfen, Kompetenzen in Bereichen wie Digitalisierung, Data Analytics, KI und IT-Management gezielt auszubauen und sich für Führungs- oder Spezialistenrollen zu qualifizieren.



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